Nachdem sich bei jedem Brandschaden auch aggressive und giftige Rußbestandteile niederschlagen, ist neben einer entsprechenden „Gründlichkeit“ bei Neutralisation und Reinigung auch der Zeitfaktor ein wesentlicher Parameter. So können korrosive Bestandteile (Salzsäuretau) metallische Oberflächen in kürzester Zeit unbrauchbar machen. Eine gute Logistik mit der richtigen Arbeitstechnik ist dazu Grundvoraussetzung.
Je nach Stärke der Beaufschlagungen der Oberflächenstruktur und den Umgebungsbedingungen stehen zur Auswahl:
trockenes Absaugen
Absaugung der Rußbeaufschlagungen mittels Industriesauger
Heißwasser-Hochdruckreinigung mit Chemiebeigabe (häufigste Anwendung bzw. Standardverfahren an Fassaden, Garagen, …).
Die Beaufschlagungen werden aus- bzw. abgewaschen. Durch die Beimischung (oder vorherige Aufbringung) von alkalischen Reinigungsmitteln werden die Oberflächen zusätzlich neutralisiert.
Handwischverfahren (häufigste Anwendung)
Händisches Abwaschen und Wischen mit Schwämmen, Scheuervliesen und Putzlappen. Im häufig zu wechselnden Waschwasser sind die geeigneten Neutralisations-Chemikalien beigemischt.
Waschsaugverfahren im geschlossenen Kreislauf
Abwaschen und neutralisieren der Brandverunreinigungen im Sprühextraktionsverfahren mit Arbeitsdrücken bis 60 bar (geschlossener Kreislauf)
Geruchsneutralisation mittels Ozongeneratoren
Durch die Ozonisierung werden die Fäulnisbakterien (Brandrückstände beinhalten diese) aufgespalten und wirkungslos gemacht. Achtung: Ozon kann Korrosion verursachen!
(auch kombinierte Anwendungen sind möglich bzw. oft notwendig)
Grundsätzlich ist bei jeglicher Art der Sanierung darauf zu achten, dass mit der gebotenen Umsicht gehandelt wird und dass keine weiteren Bereiche oder gar Personen geschädigt werden (z.B. ist bei der Reinigung im Hochdruckverfahren auf die Eignung des Bodenaufbaues und auf die darunter liegenden Räumlichkeiten zu achten).